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Bauphysik
Die
Wohnqualität eines Gebäudes wird sehr stark von der
bauphysikalischen Güte der Gebäudehülle bestimmt. Aber
wenn es in einem Haus durch Fugen und Ritzen zieht wie
"Hechtsuppe" oder der
"Steckdosentaifun" tobt, dann beeinträchtigt
das nicht nur das Wohlbefinden der Bewohner sonder erhöht
die Heizkosten erheblich.
Ähnlich
verhält es sich bei schlecht gedämmten Aussenbauteilen
oder Wärmebrücken. Hier sind die Oberflächen der
Bauteile so kalt, dass die Raumtemperatur auf 22 bis 25 °
C erhöht werden muss, um nicht zu frieren. Die kalten
Oberflächen können aber auch, besonders in Ecken, dazu
führen, dass Raumluft kondensiert. Auf diesen nassen
Flächen finden besonders Schimmelpilze ideale
Lebensbedingungen.
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Thermographie
und Photographie einer Außenecke |
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Zum besseren
Verständnis werden einige Begriffe der Bauphysik
erklärt: |
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U-Wert (füher
k-Wert)
Der
Wärmedurchgangs-Koeffizient U gibt den Wärmeverlust in
Watt pro Sekunde an, der durch einen Quadratmeter der
Oberfläche eines Bauteiles bei einem Grad
Termperaturunterschied von der warmen Raumluft zur kalten
Außenluft oder im Sommer von der warmen Außenluft zur
kalten Raumluft hindurchgeht. Kleine U-Werte entsprechen
gut gedämmten Konstruktionen, große U-Werte bedeuten
schlechte Wärmedämmung.
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Wärmebrücken
Wärmebrücken
werden durch gut wärmeleitfähige Baustoffe (z.B.
Metalle, Beton, Steine) in der Konstruktion gebildet.
Hierbei geht ein Großteil des Wärmestromes an den
Dämmstoffen vorbei aus dem Gebäude heraus. Das kann den
tatsächlichen U-Wert einer Konstruktion erheblich
verschlechtern. Die Auswirkungen von Wärmebrücken werden
nach EnEV ohne
Nachweis mit einem Zuschlag von 0,1 W/(m²K) zum U-Wert
gerechnet. Bei Ausführung der Anschlussdetails nach
Beiblatt 2 DIN 4108 beträgt der Zuschlag 0,05 W/(m²K).
Das bedeutet, das ohne Nachweis bei einer
Passivhauskonstruktion der U-Wert um 100 % angehoben würde.
Werden
Wärmebrücken mit mehrdimensionalen Programmen berechnet,
wie das von BauWerk ausgeführt wird, kann der Beitrag der
Wärmebrücken wegen des Außenmaßbezuges der U-Werte,
sogar die Transmissionswärmeverluste reduzieren.
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| Luftdichtheit
der Gebäudehülle |
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Der
nL50 Wert gibt den Luftwechsel des Gebäudes
bei einem Differenzdruck von 50 Pascal pro Stunde an. In
Deutschland existiert dazu bisher eine Vor-Norm, die DIN
4108 Teil 7. Für Gebäude ohne Lüftungsanlagen muss der
nL50 Wert kleiner 3 Luftwechsel je Stunde sein,
Gebäude mit Lüftungsanlage benötigen einen
nL50 Wert kleiner 1 Luftwechsel. Für
Passivhäuser darf der nL50 Wert sogar nur 0,6
Luftwechsel pro Stunde betragen.
Gemessen
wird der Wert mit Hilfe einer Blower-Door.
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